Susanne Zeidler

Traumawandel

Trauma und die Morgenroutine

Bei einem Trauma verlieren wir den Kontakt zu unserem Körper. Wir spüren uns nicht mehr, denn das war einmal zu bedrohlich, als das wir es hätten aushalten oder damit umgehen können.

In der Folge versucht unser ganzes System uns davor zu schützen unseren Körper zu fühlen. In unserer tiefsten Gehirnstruktur gibt es keinen Abgleich zur Zeit. So schätzt unser Nervensystem es immer noch als bedrohlich ein, das wir uns in unserem Körper spüren. Deshalb ist es so schwer, etwas zu verändern und z.B. eine Morgenroutine durchzuführen die uns gut tut. Es braucht Zeit und ein Stück weit Disziplin um unser System wieder daran zu gewöhnen, das es jetzt, hier in diesem Moment sicher ist sich zu spüren.

In der Morgenroutine können Gefühle hoch kommen und wir wissen nicht was los ist. Wir werden traurig oder wütend, scheinbar ohne Grund. Das ist gut so – die Gefühle zu fühlen, ohne die Geschichte dahinter zu ergründen. Einfach nur fühlen. Wenn eine Erinnerung hoch kommt oder ein Bild, kannst du das in deiner Therapiestunde bearbeiten. In der Morgenroutine geht es darum, dich immer wieder mit dir zu verbinden.

Ein Beispiel für eine Morgenroutine:

Willkommen im Körper

Finde einen sicheren Platz in deiner Wohnung. Einen Raum, in dem du ungestört bist und du dich wohlfühlen. Sorge dafür, dass dich niemand stört oder einfach in deinen Raum kommen kann.
Richte dich ein, mit einer Decke, einem Fell auf dem du sitzt, ein Glas Tee oder Wasser, einen Gong oder eine kleine Klingel zur Eröffnung und zum Abschluss.
Zünde eine Kerze an. Sie symbolisieret das Licht in uns und in allen anderen Wesen.
Fang an dich langsam zu berühren. Von der Kopfhaut über das Gesicht, Schultern – den ganzen Körper hinunter bis zu den Füßen. Heiße deinen Körper willkommen in diesem Tag, in diesem Leben. Spüre den Kontakt deines Körpers zum Boden. Berühre dich ganz langsam für ca. 5 – 10 Minuten.
Singe ein Mantra oder ein Lied, das du magst und dich in deinem Vorhaben unterstützt für ca. 5 -10 Minuten.
Schließe mit einem Gebet ab, einem Segen für den Tag oder diese Zeit. Es kann deine Dankbarkeit ausdrücken oder Wünsche für dich und andere.
Puste die Kerze aus und schlage den Gong um deine Routine zu beenden.

Wann immer du dich unwohl fühlst, hör einfach auf und sei liebevoll mit dir. Morgen ist ein neuer Tag. Wenn du Fragen hast oder mit mir zusammen deine ganz eigene Morgenroutine entwickeln möchtest, melde dich gerne.

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